Fort bij Vuren

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Das Fort bij Vuren wurde 1844 als reines Erdwerk angelegt. Die hier aufgestellte Batterie sollte zusammen mit der Befestigung Loevestein einen Durchbruch auf dem Waal Richtung Westen verhindern. Zwischen 1847 und 1849 modernisierte man das Erdwerk und erstellt ein Turmfort. Ein nasser Graben mit einer Zugbrücke schützte das Turmfort. Durch die fortschreitende Entwicklung der Artillerie mussten ab 1873 weitere Modernisierungen vorgenommen werden. Das Turmfort bekam auf seiner östlichen Seite ein Contereskarpe, eine bombensichere Kaserne wurde gebaut und Remisen angelegt. Für das Material baute man noch einen Artillerieschuppen und für den Fortwächter wurde ein Haus gebaut. Die Arbeiten waren 1879 beendet. 1880 bestand die Bewaffnung aus acht 12cm Kanonen, sechs 15cm Haubitzen, vier 29cm Mörsern und vier Coehoornmörsern. Im Mobilisierungsfall sollte die Besatzung aus 11 Offizieren, 19 Unteroffizieren und 465 Mannschaften bestehen. Während des Deutsch-Französischen Krieges und dem 1. Weltkrieg wurde Fort bij Vuren mobilisiert. Jedoch blieben die Niederlande neutral und es kam zu keinen Kampfhandlungen. Dennoch wurde Fort Vuren zum Ende des 1. Weltkrieges aufgrund der Erfahrungen aus den Kämpfen verstärkt. Es wurden betonierte Gruppenunterstände und Infanteriestellungen rund um das Fort angelegt. Mit Beginn des Westfeldzuges wurde Fort bij Vuren bombardiert, ohne jedoch schwere Schäden anzurichten. Nach der niederländischen Kapitulation nutzte die Wehrmacht das Fort. Letzte Kampfhandlungen in der Nähe des Forts fanden am 18.01.1945 statt. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte man das Fort zur Unterbringung von Kollaborateuren. Ab 1947 nutzte die niederländische Armee das Fort für verschiedene Aufgaben. Anfang der 2000er Jahre kam das Fort in den Besitz der Naturschutzbehörde. Nach einer umfassenden Restaurierung im Jahre 2014 kann das Fort jetzt als Unterkunft für Radwanderer genutzt werden.

Historische Karte

Quelle: Rijksdienst Cultureel Erfgoed

Luftaufnahme des Forts

Copyright @ 2016 Liniebureau Nieuwe Hollandse Waterlinie

Blick auf die Zufahrt zum Fort

Blick über den Graben

Eingangspoterne

Eingangspoterne

Im Erdgeschoß des Turmforts

Im Erdgeschoß des Turmforts

Im Erdgeschoß des Turmforts

Treppe zum Keller

Im Keller des Turmforts

Im Keller des Turmforts

Kasematte

Ofen

Contereskarpe und Turmfort

Contereskarpe

Die 12cm Kanone

Die 15cm Haubitze

Der 29cm Mörser

Der Coehoornmörser

Letzter Stand: 13.07.2017