Inchcolm

Startseite Festungen Bunker Lexikon Was ist neu? Links Über mich

Die Insel Inchcolm liegt im Nordwesten des Firth of Forth und nimmt in diesem Bereich eine herausragende Rolle bei der Verteidigung ein. Die Insel besteht aus zwei steilen Felsen, die durch einen flacheren Teil miteinander verbunden sind. Im flacheren Teil stehen die Ruinen einer mittelalterlichen Abtei. Von den ursprünglich vierzehn 76mm Geschützen (12-pdr 18cwt Gun) waren auf Inchcolm acht Stück installiert. Diese Batterien waren, wie viele britische Batterien aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg, nur in offenen Betonbettungen untergebracht. Der westliche Schenkel der Insel besaß zwei 12pdr und der östliche sechs 12pdr-Geschütze. Zwischen dem nördlichen Festland - Inchcolm und Inchcolm - Inchmickerey waren U-Bootnetze installiert, die sich mittels Winden öffnen und schließen konnten. Hierfür existierten geschützte Windenhäuser. Zur Bekämpfung von U-Booten wurde bereits im 1. WK eine Hydrophonstation auf der Insel untergebracht. Zur Beförderung der Munition gab es 60cm Schmalspurbahn, die durch Pferde bewegt wurde. Nur für die steilen Felsen gab es entsprechende Winden. Ab 1916 verstärkte man die Bewaffnung um zehn weitere Geschütze, die in relativ improvisierten Stellungen untergebracht wurden. Ein Teil der 76mm Geschütze wurde gegen 101,6mm Geschütze (4inch Gun) ersetzt. 1917 baute man auf dem höchsten Punkt des westlichen Schenkels eine Signalstation, die auch die Feuerleitung übernahm. Das Gebäude existiert jedoch nicht mehr. Ab 1917 wurde die Schmalspurbahn zu allen Batterien verlängert und führte im östlichen Schenkel der Insel sogar durch einen Tunnel.

Nach dem 1. Weltkrieg mussten alle militärischen Einrichtungen weitgehend zurückgebaut werden, da gemäß dem Monument Act der historische Zusammenhang der Insel mit der Abtei gewahrt werden musste. 1932 war der Rückbau aller großen überirdischen Einrichtungen abgeschlossen. Mit Beginn des 2. Weltkrieges änderte sich dies wieder. Erneut baute man U-Bootnetze, die entsprechend durch Artillerie geschützt werden mussten. Jedoch wurde nur der östliche Teil der Insel wiederbewaffnet. Zwei 6pdr-Zwillingsgeschütze und ein 12pdr-Geschütz wurden in neue Bettungen eingebaut. Nach dem 2. Weltkrieg mussten abermals die wichtigsten Militärischen Einrichtungen abgebaut werden. Die gesprengten 6pdr-Bettungen sind allerdings noch heute zu sehen. Auch wurden die betonierten Scheinwerfergebäude nicht abgerissen.

Heute kann Inchcolm jederzeit besucht werden. Hierzu ist eine regelmäßige Bootsverbindung eingerichtet.

Tunneleingang

Im Tunnel

12pdr Stellung

Unterkunftsraum

12pdr Stellung

12pdr Stellung

Zerstörte Stellung eines Zwillings-6pdr

Zwillings-6pdr

Stellung eines Zwillings-6pdr

Stellung eines Zwillings-6pdr

Scheinwerfergebäude an der Südost-Spitze

Scheinwerfergebäude

Scheinwerfer 3 Grad

Scheinwerfer 3 Grad

Scheinwerfer 16 Grad

Scheinwerfer 16 Grad

Generatorgebäude

Geschützstellung

Letzter Stand: 01.10.2018