Observatoire Hettange-Grande

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Die Beobachtungsbunker waren die Augen der Maginotlinie. Sie lagen immer auf erhöhten Punkten im Gelände und besaßen somit immer beste Sicht auf die Umgebung. Sie leiteten das Artilleriefeuer der großen Artilleriewerke und waren zu diesem Zweck mit den Hauptbefehlsständen dieser Werke über Telefon oder Funk verbunden. Beschoß ein Artilleriewerk ein Ziel konnte der Beobachtungsbunker die Trefferlage beobachten und Schußkorrekturen an das Werk übermitteln. Auf diese Weise wurden die Feuerleitung im Werk entlastet. Die Bunker waren sehr unauffällig in der Landschaft untergebracht und besaßen die Ausmaße von 23 x 15 Meter. Die Besatzung bestand aus 6 Mannschaften, 2 Unteroffiziere und 1 Offizier. Die Panzerglocke VP (Vision Périscopique) verfügte über ein 250 Kilogramm schweres Periskop der Modell M oder N. Die maximale Vergrößerung betrug 25 fach. Aus den Scharten der GFM-Kuppel konnte mittels eingebautem Fernglas ebenfalls beobachtet oder mit einem leichten MG die Nahverteidigung übernommen werden.

Das Observatoire Hettange-Grande besitzt die typischen Merkmale eines Beobachtungsbunkers: GFM-Panzerglocke zur Nahverteidigung und eine VP-Panzerglocke zur Beobachtung des Kampffeldes mittels Periskop. Als Besonderheit ist jedoch die Verbindung über Galerie und Treppenhaus zum nahe gelegenen Abri Hettange-Grande. Allerdings ist das Treppenhaus voll Wasser gelaufen. Seit kurzem ist der Bunker mit Erde zugeschoben worden und nicht mehr zugänglich.

Der Bunker

Nahverteidigungsscharte

Panzertür

Belüftungsrohr

Nahverteidigungsscharte

Wasserbehälter

Abort

Leiter zur VP-Beobachtungsglocke

Ventilator und Gasfilter

Offizierunterkunft

Mannschaftsraum

Die GFM-Panzerglocke von Innen

Maschinenfundamente

Eingedrungenes Wasser im Treppenhaus

Letzter Stand: 09.01.2017