Feste Illingen

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Die ehemalige Feste Illingen liegt auf einem Hügel nördlich der Ortschaft, die ihr auch den Namen gab. Die Aufgabe der Feste bestand in der Sperrung der Mosel und dem Schutz der Stadt Diedenhofen im Westen. Die Feste umfasst etwa 44 Hektar Fläche, auf der sich die verschiedenen Kampfanlagen verteilen. Baubeginn war das Jahr 1905 und der letzte Bauabschnitt der Moselstellung auf dem rechten Moselufer. Die Festung war für eine Besatzung von 1.177 Mann vorgesehen und bestand aus vier Kasernen und einer Panzerturmbatterie mit vier 10cm Kanonen. Das Feuer konnte aus fünf Panzerbeobachtern gelenkt werden. Richtung Mosel und im Südwesten befinden sich betonierte Infanteriepositionen, die aus Grabenwehren, MG-Stellungen, Beobachtungsschnecken, Untertreteräumen und drehbaren und splittersicheren Wachtürmen bestehen. Im 1. Weltkrieg ist es nicht zu Kämpfen um die Feste gekommen. Die französische Armee nahm 1932 die Feste in die zweite Linie der Maginot-Linie auf und installierte im Fort einen Kommando- und Befehlsstand für den befestigten Sektor Thionville. Dabei wurde auch 1939 die elektrische Ausrüstung modernisiert. Mit der Kapitulation Frankreichs im Jahre 1940 nutzte die Wehrmacht das Fort als Depot. 1944 kam es zu Kämpfen mit der US-Armee um die Feste. Mit ihren 10cm Kanonen versuchte man vergebens das Übersetzen der US-Truppen über die Mosel zu verhindern. Als letzte der drei Festen ergab sich Illingen am 14.11.1944 den Amerikanern.

Struktur der Feste Illingen Quelle: War Department, Corps of Engineers, U.S. Army

Nach dem Kriege wurde die Feste aufgrund der schweren Beschädigungen durch die Kämpfe nicht weiter verwendet und durch Schrotträuber ausgeplündert, die weitere Beschädigungen verursachen. Das Gelände der Feste ist in der Zwischenzeit zu einem Stadtpark umgewandelt worden. Alle Eingänge in die Feste wurden inzwischen fest mit Betonplomben verschlossen. Das Gelände ist weitgehend gerodet und lässt jetzt einen guten Überblick auf die gesamten Anlagen zu. Alle Bauten und Einrichtungen der Festung werden durch Schilder in französischer und deutscher Sprache erklärt.

Kaserne 1 im Jahre 2002

Kaserne 1 im Jahre 2005

Toiletten in der Kaserne

Hohlgang in der Kaserne

Schäden durch Schrotträuber

Ehemaliger Gasfilter mit Aktivkohle

Bettgestell in Unterkunftsraum

Abluftrohre in der Küchekasematte

Reste eines Telefonkastens

Telefonverteiler

Französische Beschriftung

Kasematte für Telefon und Sprachröhren

Gewehrscharte

Ventilation in einer Kasematte

Wachturm 90 splittersicher

Wachturm 90 von innen gesehen

Kaserne 3

Kaserne 4

Die Panzerturmbatterie

Wandbeschriftung

Panzerbeobachtungsstand Modell 05

Panzerbeobachtungsstand Modell 05

Panzerturmbatterie 2002

Panzerturmbatterie 2005

Panzerturm für 10cm Kanone

Panzerturm für 10cm Kanone

Untertreteraum

Betonierte Schulterwehren mit Blick auf die Mosel

Beobachtungsschnecke

Stellung für MG 08

Abluftkamin

Abluftkamin

Letzter Stand: 13.04.2018