Petit Ouvrage de Einseling

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Bei dem kleinen Infanteriwerk Einseling handelt es sich um eine monolithische Anlage nach CORF-Standard. Ursprünglich waren gemäß dem Plan vom 1932 drei Blöcke vorgesehen, die durch Schächte und Stollen miteinander verbunden werden sollten:
- B1: Kasematte mit 2 GFM-Glocken und 2 Zwillings-MG-Lafetten
- B2: Turm für 81 mm Mörser
- B3: Eingangsblock
Zudem war eine Verbindung zu den beiden benachbarten Kasematten (Einseling Nord und Süd) geplant. All diese für die zweite Bauphase vorgesehenen Elemente wurden nie errichtet. Es existieren lediglich ein Schacht und ein Stollenansatz als rudimentäre Überreste unterirdischen Anlagen und Gänge. Das Bauwerk sollte eigentlich den Namen des örtlichen Flurstücks  „Finseling“ tragen. Aufgrund eines Übertragungsfehlers wurde daraus jedoch „Einseling“ und der Name blieb bestehen.

Die Anlage verfügt über folgende Bewaffnung:
- 1 Scharte für eine Zwillings-Maschinengewehrlafette Reibel MAC 31 oder eine 47 mm Panzerabwehrkanone
- 1 JM-Glocke für ein Zwillings-Maschinengewehr Reibel MAC 31, modifiziert für eine Mischbewaffnung
- 1 Turm/Glocke für eine Zwillings-Maschinengewehrlafette (Reibel MAC 31) (Flankenfeuer nach links)
- 1 GFM-Glocke (Typ A), teilweise zu Typ B modifiziert
- 1 GFM-Glocke (Typ A), zu Typ B modifiziert
- 1 Turm für eine Zwillings-Maschinengewehrlafette (Reibel MAC 31)
Die westliche GFM-Glocke – deren Umbau von Typ A auf Typ B nie abgeschlossen wurde – weist Schießscharten beider Typen auf; von den drei Schießscharten wurde nur eine auf die Konfiguration des Typs B umgerüstet. Die Anlage verfügt auf der unteren Ebene über einen Notausgang, der in den Diamantgraben vor dem Kampfraum für das Zwillings-MG bzw. die 47 mm Kanone führt. Das Infanteriewerk befindet sich auf einem Felsvorsprung am Hang in Richtung Deutschland aus.  Diese Position ermöglichte es, im Jahr 1940 direktes Feuer auf die Rückseite des Bauwerks zu vermeiden. Der Kampfraum und die JM-Glocke auf der Westseite flankieren die Hauptwiderstandslinie nach Westen hin, in Richtung der Kasematte Einseling-Nord. Die JM-Turm auf der Ostseite flankiert die Hauptwiderstandslinie nach Südosten hin, in Richtung der Kasematte Einseling-Süd.
Die Besatzung des Bauwerks rekrutierte sich hauptsächlich aus dem 156. Festungsinfanterieregiment für die Infanterie, dem 163. Festungsartillerieregiment für Artilleriebeobachter und dem 201. Festungspionierbataillon für Pionieraufgaben. Die Sollstärke betrug 1 Offizier und 68 Unteroffiziere und Mannschaften.
Die Energiezentrale war wahrscheinlich mit Stromaggregaten ausgestattet, die von Renault-Motoren des Typs 4-115 (35 PS?) angetrieben wurden. Ein Renault-Motor des Typs 4-115 wurde von dem Verein „Amis du Secteur Fortifié de Faulquemont“ aus dem Werk Coume Annexe Nord geborgen, mit der Absicht, ihn in der Energiezentrale des Werks Einseling zu installieren.
Am 21. Juni 1940 wurde ein Angriff von Truppen der Wehrmacht, die auf das Infanteriewerk Einseling vorrückten, durch das plötzliche Feuer der 81 mm Mörser von Block 1 im Werk Laudrefang beschossen.

Das Infanteriewerk Einseling befindet sich im Besitz der Gemeinde Longeville-lès-Saint-Avold und wird vom Verein *Amis du Secteur Fortifié de Faulquemont* (ASFF) instand gehalten.

 

Infanteriewerk Einseling mit umgebenden Drahthindernis

JM-Glocke und Kampfraum

Der Diamantgraben mit Scharte zur Nahverteidigung

Diamantgraben mit Notausgang

Die Scharte für Zwillings-G und 47 mm Pak

Eingangsbereich

Baujahr über dem Eingang

Eingangsbereich

Der gepanzerte Scheinwerfer

Der gepanzerte Scheinwerfer

Die nach Westen wirkende JM-Glocke

Der MG-Turm

Die nach Osten wirkende JM-Glocke

Die nach Osten wirkende JM-Glocke

Die GFM-Glocke Typ A modifiziert zu Typ B

Die GFM-Glocke Typ A modifiziert zu Typ B

Die unvollständig modernisierte GFM-Glocke

Die unvollständig modernisierte GFM-Glocke

Letzter Stand: 19.07.2026