
Bei der Kasematte Einseling Nord handelt es sich um eine einstöckige Panzerkasematte, die Flankenfeuer nach links abgibt. Sie verfügt über zwei Eingänge. Ihr Auftrag bestand aus der Flankierung entlang der Hauptwiderstandslinie in nordöstlicher Richtung, hin zu den Kasematten von Bambiderstroff. Die Besatzung der Kasematte wurde aus dem 156. Festungsinfanterieregiment gestellt. Es war ursprünglich vorgesehen, die Kasematte Einseling-Nord über einen Hohlgang mit dem benachbarten Infanteriewerk Einseling zu verbinden. Das Vorhaben wurde aus Geldmangel gestrichen.
Die Bewaffnung der Kasematte besteht aus:
- 2 GFM-Glocken (Typ A), von denen eine auf Typ B umgerüstet wurde
- 1 Turm für ein Zwillings-Maschinengewehr Reibel MAC 31
- 2 Scharten für leichte Maschinengewehre (FM) zur Nahverteidigung
- 2 Handgranatenrohre
Am Nachmittag des 15. Juni 1940 wurde auf höheren Befehl in der Kasematte alle Gegenstände zerstört, die dem Feind von Nutzen sein könnten. Die Besatzung zog ab und versuchte sich zu den Linien der Franzosen durchzuschlagen. Am 16. Juni 1940 wurden die Kasematte Einseling kurzzeitig von einem kleinen Trupp des Hauptwerks wieder besetzt; dies geschah, um nach dem Abzug der ursprünglichen Besatzung in der vorangegangenen Nacht eine sichtbare Präsenz aufrechtzuerhalten.
Heute gehört die Kasematte einem Privatmann, der die Kasematte als Wochenendhaus benutzt.
|
Die Kasematte |
Panzerglocke JM für Zwillings-MG |
|
GFM-Glocke Typ A mit Beschußschäden |
Die Beschußschäden |
|
GFM-Glocke Typ A zu Typ B modernisiert |
GFM-Glocke Typ A zu Typ B modernisiert |
|
Fassadenfront links |
Fassadenfront rechts |
|
Gekreuzte MG-Scharten |
Schutzgitter über Abluftöffnung |
Letzter Stand: 15.07.2026