Fort Kijkuit

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Das ursprünglich Redoute op de Kortenhoefse Zuwe genannte Fort Kijkuit wurde zwischen 1844 und 1847 gebaut. Woher der spätere Name Fort Kijkuit kam ist nicht mehr bekannt. An der ursprünglichen Stelle des Forts befand sich seit 1803 eine Batterie mit Erdwerk. Das Fort liegt zwischen Vreeland und Loosdrecht und hatte die Aufgabe den Vreelandse Weg und den Hilversumse Kanaal zu sperren. Zunächst bestand das Fort aus Geschützwällen und einem gemauerten Wachthaus, daß verteidigt werden konnte. Nach den Erkenntnissen aus dem Deutsch-Französischen-Krieg von 1870/71 wurde das Fort im Jahre 1880 modernisiert. Das alte Wachthaus wurde abgerissen und ein bombensicheres Wachthaus gebaut. In diesem Wachthaus konnten auch Pulver und Geschosse gelagert werden. Hinter dem Wachthaus entstand ein Gebäude, daß neben zwei Unterkunftskasematten auch zwei Remisen besaß. Die Geschützwälle wurden traversiert. Die Bewaffnung bestand 1880 aus vier langen 12cm und zwei kurzen 12cm Kanonen, wobei die langen 12 cm Kanonen flankierend eingesetzt wurden. Im Falle der Mobilisierung wurde das Fort mit 50 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften besetzt.
Im Jahre 1935 war das Fort selbst zwar hoffnungslos veraltet, jedoch besaß es immer noch ideale Position. Daher baute man im Fort eine betonierte Kasematte für ein 6cm Geschütz und ein Maschinengewehr. Das Besondere an dieser Kasematte ist, dass die Scharten aus einer 20cm dicken Panzerplatte bestehen, die man bei der Verschrottung des ehemaligen Panzerschiffes „Tromp“ gewonnen hatte. Während des 2. Weltkrieges fanden um das Fort keine Kämpfe statt. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte das niederländische Militär das Fort als Depot für Sanitätsmaterial, insbesondere wurde hier medizinischer Alkohol gelagert. Heute kann das Fort frei besichtigt werden.

Historische Karte

Quelle: Rijksdienst Cultureel Erfgoed

Zugangsbrücke

Gitter an der Brücke

Das Wachthaus

Das Wachthaus

Jahreszahl

Inschrift

Wachthaus

Kaserne

Kaserne

Kaserne

Kasematte

Kasematte

Kasematte

In der Kasematte

Alter Ofen

Verbindung zwischen den Kasematten

Betonierte Kasematte

Jahreszahl

Die Panzerplatten der "Tromp"

Die Panzerplatten der "Tromp"

Scharte

Niete

Der Kampfraum für MG

Der Kampfraum für 6cm Kanone

Beleuchtung und Periskopöffnung

In der betonierten Kasematte

Zweiflügelige Stahltür

Lichtgang an der Pulverkammer

Die lange 12cm Kanone

6cm Kanone der betonierten Kasematte

Luftaufnahme des Forts

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Letzter Stand: 06.11.2016